Warum blinken Windenergieanlagen bei Nacht?

Türme, Schornsteine oder Hochhäuser können den Flugverkehr stören. Deshalb werden hohe Bauwerke weit sichtbar gekennzeichnet. Das gilt auch für Windenergieanlagen. Bei über 150 Metern Gesamthöhe werden die Rotorblätter durch zwei rote Streifen markiert. Außerdem müssen Windenergieanlagen durch Lichtsignale gekennzeichnet werden: Tagsüber werden Windenergieanlagen durch ein weißes Blitzlicht befeuert. Nachts blitzt regelmäßig ein doppeltes, rotes Blinklicht auf der Gondel auf. Es leuchtet zweimal kurz hintereinander auf, damit man es auch dann nicht übersehen kann, wenn gerade ein Rotorblatt daran vorbeizieht.

Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung (BNK)

Da insbesondere die nächtliche Befeuerung in Form der roten Blink- und Dauerlichter als störend empfunden werden kann und die Befeuerung auch Einfluss auf das nächtliche Landschaftsbild hat, gibt es eine neue gesetzliche Verpflichtung.

Zur Akzeptanzsteigerung von WEA hat der Gesetzgeber entschieden, eine verpflichtende bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung (BNK) sowohl für Bestandsanlagen als auch für Neuplanungen zum 01.07.2020 einzuführen.

Die Befeuerung der Windenergieanlagen soll damit in der Form vermindert werden, dass die Befeuerung erst aktiviert wird, wenn sich der Windenergieanlage auch tatsächlich ein Flugzeug nähert. Auf diesem Weg sollen Windenergieanlagen ca. 90 Prozent der Betriebszeit unbeleuchtet bleiben können. Das nächtliche Landschaftsbild soll geschont und ein Beitrag zur Akzeptanz der Windenergienutzung geleistet werden.

Die NLF Bürgerwind GmbH kümmert sich um die Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung im Kreis Steinfurt.

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